Dossier zum Jahrestag des Chemiewaffen-Angriffs

Der Giftgaseinsatz am 21. August 2013 in den Damaszener Vororten wurde zu einem Wendepunkt der Entwicklungen in Syrien. Ein Dossion.

Durch die schwache internationale Reaktion auf den Giftgasangriff bekam das Assad-Regime einen Freibrief für das weitere Töten. Und durch die Abgabe seiner Chemiewaffen wurde die Diktatur sogar wieder zum internationalen Gesprächspartner. Damit hat das syrische Regime letztlich vom Giftgaseinsatz sogar profitiert.

Auf der anderen Seite sind die Opfer und Überlebenden weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Internationale Unterstützung haben sie keine erhalten und es ließ viele Menschen vor Ort verzweifeln, dass zwar UN-Beobachter in ihre Städte reisen konnten, Lebensmittel oder Medikamente jedoch nicht ankommen. Für die Betroffenen ein Wendepunkt, hatten sie doch bis dahin damit gerechnet, dass wenigstens die schlimmsten Menschenrechtsverbrechen geahndet würden.

Auch am dritten Jahrestag des Giftgas-Einsatzes sind die Betroffenen weiter auf sich alleine gestellt – und schauen trotzdem voraus statt zurück. Sie bauen vor Ort ihre zivilen Projekte auf, um Zukunft zu gestalten und fordern, endlich das UN-Verbot von tödlichen Fassbomben durchzusetzen. Über die letzten Jahre haben wir immer wieder viel mit Menschen über die Lage in den betroffenen Gebieten geredet – hier eine Auswahl an Hintergrundartikeln:

Die Informationen für dieses Dossier basieren auf den Informationen unserer zivilen syrischen Partnerorganisationen vor Ort. Unterstützen Sie deren zivilgesellschaftliche Arbeit im Umland von Damaskus!

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Bereits zum ersten Jahrestag des Chemiewaffen-Angriffs auf Ghouta haben wir ein ausführliches Dossier erstellt. Viele Informationen daraus sind weiterhin aktuell.

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Wadi, eine vornehmlich im Nordirak tätige NGO, hatte ebenfalls ein Dossier zum ersten Jahrestag der Giftgas-Angriffe (pdf) veröffentlicht. Diesem Dossier entstammt der Beitrag von Hans Branscheidt. Herzlichen Dank dafür!