Zivile Initiativen: Wen wir in Ost-Ghouta unterstützen

Innerhalb der letzten 48 Stunden sind in den östlichen Vorstädten von Damaskus (Ost-Ghouta) über 250 Menschen durch Luftangriffe des syrischen Regimes und Russlands getötet worden. In keiner anderen Region Syriens hat Adopt a Revolution so viele Projektpartner wie in der gerade besonders schwer betroffenen, bereits seit Ende 2013 von der Außenwelt abgeschnittenen Region. Aktuell arbeiten wir mit sieben zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen in Ost-Ghouta zusammen – teilweise bereits seit 2013.

Ob oppositionelles Tonstudio, Frauenprojekt oder freie Schule: Angesichts der Eskalation der Lage dürfen wir diese zivilen Projekte nicht alleine lassen. Tragen Sie mit Ihrer Spende zur Unterstützung bei!

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Übersicht unterstützer Projekte in Ost-Ghouta

1. Freie Schulen in Erbin

Seit 2013 unterstützt Adopt a Revolution in Kooperation mit medico international die Freien Schulen Erbin für 1.800 Kinder. Aktivisten gründeten die Schulen, damit Kinder nicht die Einrichtungen religiöser Fanatiker besuchen müssen. Zum Schutz vor Angriffen befinden sich die Unterrichtsräume im Keller – und bei besonders heftigem Bombardement dienen sie auch der Nachbarschaft als Luftschutzkeller.

2. Frauenzentrum „Nisaa al-Ghouta“, Douma

Um Frauen bei der Gestaltung des Lebens in der Belagerung und unter der Herrschaft islamistischer Milizen das Leben zu erleichtern, bietet das Frauenzentrum „Nisaa al-Ghouta“ („Die Frauen der Ghouta“) unter anderem Rechtsberatung, Weiterbildungskurse und psychosoziale Unterstützung. Seit Anfang 2016 unterstützt Adopt a Revolution diese Arbeit.

3. Ziviles Zentrum Erbin

Den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen in Erbin einen Arbeits- und Austauschraum zu bieten – das ist das Ziel des Zivilen Zentrums Erbin. Hier treffen sich seit 2014 Apotheker, um sich über selbst zubereitete Medikamente auszutauschen, oder Bürgerjournalisten für Weiterbildungskurse.

4. Bibliothek „Haus des Wissens“, Douma

Damit das Leben nicht nur aus Überleben besteht, gründeten Frauen 2014 die Bibliothek „Haus des Wissens“. Sie sammelten Bücher aus zerstörten öffentlichen Bibliotheken und nahmen Bücherspenden von Privatpersonen entgegen. Inzwischen organisieren sie Lesewettbewerbe und Buchbesprechungen, um ein kulturelles Leben zu ermöglichen.

5. Frauenprojekt „Fariq Noor“, Ain Tarma

Gewalt gegen Frauen ist auch in den belagerten Städten von Ost-Ghouta ein Problem – und dagegen wehrt sich das Projekt „Fariq Noor“. Durch Aufklärungs- und Präventionskampagnen versuchen die AktivistInnen (Frauen und Männer gemeinsam), häusliche und sexualisierte Gewalt einzudämmen. Seit 2017 unterstützt Adopt a Revolution das Projekt.

6. Ton- und Radiostudio Rusul, Douma

Eigene Musik aufnehmen, Gedichte aufzeichnen oder Radiobeiträge einsprechen: Seit 2015 bietet das Tonstudio Rusul die Möglichkeit dazu. Ob Bürgerjournalisten, Dichter oder Filmschaffende, in dem komplett ausgestatteten Tonstudie entsteht vieles von dem, was audiovisuell das Leben im belagerten Ost-Ghouta dokumentiert.

7. Bildungsinitiaitve Lamset Amal, Hazze

Kinder spielen häufig in den Trümmern zerstörter Gebäude – und viel zu häufig kommt des deshalb zu Verletzungen aufgrund von Blindgängern. AktivistInnen der Initiative „Lamset Amal“ („Initiative Hoffnung“) erstellen deshalb Unterrichtsmaterialien für Schulen und bieten Kurse an, um vor den Gefahren der Hinterlassenschaften des Kriegs zu warnen. Seit 2016 unterstützt Adopt a Revolution die Arbeit zum Schutz der Kinder vor Minen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende mit, die Weiterarbeit dieser Projekte in Ost-Ghouta zu unterstützen!

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