Rusul-Studio in Douma

Was kann ein Tonstudio in einem belagerten, regelmäßig bombardierten und von Kämpfen rivalisierender Milizen geprägten Gebiet ausrichten? Eine ganze Menge. Ursprünglich sollte das Rusul-Tonstudio Medienaktivisten als Basis für ihre Berichterstattung dienen. Mittlerweile wird das Studio aber für viel mehr genutzt: LehrerInnen machen Aufnahmen für den Unterricht, JournalistInnen produzieren Features, Literaten sprechen Gedichte ein, MusikerInnen nehmen Songs auf.

In einer Gegend, in der islamistische Milizen präsent sind, die nicht-religiöse Musik verbieten, ist das Rusul-Studio ein Ort der Freiheit. Und diese Freiheit dringt in Form verschiedenster Töne nach draußen – nicht nur in die Städte und Dörfer der belagerten Region, sondern auch weit über den Belagerungsring hinaus. Dass es Stimmen aus Ost-Ghouta herausschaffen, ist angesichts der drohenden Eskalation umso wichtiger: BeobachterInnen befürchten, in den östlichen Vororten von Damaskus, könnte das Assad-Regime die blutige Strategie von Aleppo wiederholen.

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