Video | Menschen aus Ost-Ghouta antworten der AfD:  »Kommt her und haltet es nur 24 Stunden aus«

Mehrere Bundes- und Landtagsabgeordnete der rechtsextremen Partei „Alternative für Deutschland“ reisen gegenwärtig durch Syrien. Die Politiker machen sich dabei zu nützlichen Idioten der syrischen Diktatur. Einwohner/innen des umkämpften Ost-Ghoutas antworten ihnen.

Während die AfD-Delegation (angeblich auf eigene Kosten) in Fünfsternehotels logieren, regnet es nur wenige Kilometer entfernt Bomben auf Ost-Ghouta und töten Tag für Tag bis zu 100 Zivilisten. Man kann ihr tödliches Werk vom Stadtzentrum aus hören. Das aber ficht die AfDl-er nicht an: Alles ganz normal in Syrien, finden sie.

Partner von Adopt a Revolution antworten ihnen im Video und laden die Parlamentarier dazu ein, auch im umkämpften Ost-Ghouta einmal vorbeizuschauen:

Alles ganz hübsch in Syrien, finden die Abgeordneten der AfD. In Damaskus gebe es „Anzeigen für Handys und Fernseher“ und die Alltagsszenen (Frauen in Jeans!) seien in „Mekka oder Neukölln kaum vorstellbar“. So scharf wie die Politiker beobachten, so aufmerksam hören sie auch zu. Etwa, wenn ihnen der syrische Großmufti Ahmad Hassoun erzählt, wie wichtig die Trennung von Kirche und Religion sei. Hassoun wurde 2005 von Assad höchstpersönlich per Dekret ins Amt gehievt, die Scharia ist Teil der syrischen Gesetzgebung und Hassoun rief seine Schäfchen mal dazu auf, Terroranschläge im Westen zu begehen. Seine Besucher von der „islamkritischen“ AfD schert das jedoch wenig. Ihre Absichten sind ganz trivial: Sie wollen zeigen, wie normal in Syrien alles sei und dass es demnach möglich sein muss, Syrerinnen und Syrer in Deutschland wieder in ihre Heimat abzuschieben. Dabei stört es sie wenig, dass ihr Trip auch Propaganda für das Assad-Regime ist. Ihre Anhänger halten die wasserdicht dokumentierten und bewiesenen Verbrechen des Tyrannen sowieso für ein Werk der „Lügenpresse“ und imaginieren ihn und seinen Komplizen Wladimir Putin als Vorkämpfer gegen den Islamismus. Historische Fakten wie jene, dass es Assad war, der 2003 vorherige Inkarnationen des „Islamischen Staates“ in ihrem Kampf gegen die Amerikaner im Irak unterstützte, sind da ebenso wenig relevant wie seine Unterstützung für andere islamistische Terrororganisationen wie die Hizbollah.

Adopt a Revolution unterstützt in Ost-Ghouta sieben zivile Projekte. Auch wenn weder die alternativen Schulen, noch die Frauenzentren derzeit arbeiten können: Derzeit brauchen die Initiativen jede Solidarität, die sie bekommen können. Wir wollen Ihnen diese Perspektive bieten. Können Sie dazu einen Teil beitragen?

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